Die Langzeitfolgen einer Corona-Erkrankung sind nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Wissenschaft von "höchster Bedeutung". Die WHO sehe hier eine "klare Priorität", sagte der WHO-Direktor für Europa, Hans Kluge, am Donnerstag vor Journalisten in Kopenhagen. Alle Gesundheitsbehörden müssten ebenso verfahren, forderte Kluge.

Die langfristigen Folgen von Corona-Erkrankungen werden unter dem Schlagwort "Long Covid" zusammengefasst. Millionen Menschen sind chronisch müde oder kurzatmig.

Die WHO spricht vorerst von einer "Post-Covid-Verfassung", aber auch Begriffe wie post-akutes Covid-Syndrom werden verwendet. Studien ergaben, dass etwa jeder Zehnte nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus noch mindestens einen Monat später unter Symptomen leidet.